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Job wechseln in der Corona-Krise, oder nicht?

Mann sitzt am Laptop mit Stiften und Papier ausgestattet. Neben seiner linken Hand liegt sein Smartphone. Wichtige Dinge, die man braucht, wenn man den Job wechseln will.

Millionenfache Kurzarbeit, steigende Arbeitslosigkeit und eine instabile Wirtschaftslage: Die Corona-Pandemie hat Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen stark verunsichert. Der eigene Job scheint plötzlich doch nicht mehr so sicher - oder man merkt, dass jetzt Zeit ist für eine neue berufliche Herausforderung. Viele Beschäftigte stellen sich aber die Frage: Macht ein Jobwechsel mitten in der Corona-Krise überhaupt Sinn, oder nicht? Dieser Gedanke wirkt zunächst vielleicht wie blanker Wahnsinn - doch so verrückt ist er gar nicht. Denn die Corona-Krise bietet Berufstätigen auch neue Chancen und Perspektiven. Wir erklären Ihnen warum das so ist und wie viele Menschen aktuell tatsächlich über einen Jobwechsel in der Krise nachdenken.

Jobwechsel, trotz Corona?

Die Corona-Krise hat unzählige Arbeitnehmer:innen nicht nur ins Homeoffice verbannt, sondern sie hat auch gezeigt: Der eigene Job kann unter Umständen auf der Kippe stehen - etwa in der Gastronomie oder Tourismusbranche durch eine vermehrt sinkende Nachfrage. Ein Grund weshalb viele derzeit darüber nachdenken den Job wegen Corona zu wechseln - rein in ein krisenfestes Unternehmen. Einige Wirtschafts-Expert:innen rechnen nach der Pandemie mit einer bundesweiten Pleite- und Entlassungswelle in vielen Betrieben. Schon jetzt schieben wir, laut dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, eine signifikante Insolvenzlücke vor uns her. Eine genaue Zahl drohender Insolvenzen für das Jahr 2021 zu nennen, ist zwar schwierig, aber es gibt aktuelle Schätzungen des ZEW. Demnach müssten bei der derzeitigen konjunkturellen Situation, mindestens bis zu 25.000 Unternehmen Insolvenz anmelden. Die staatlichen Sofort- und Überbrückungshilfen sowie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht haben diesen Entwicklungstrend vorerst aufgeschoben. 

Viele Betriebe versuchen seit Beginn der Corona-Krise Jobs zu retten, indem sie Mitarbeiter:innen in Kurzarbeit schicken. Das hat bisher auch funktioniert. Aus Angst vor der noch immer schwierigen wirtschaftlichen Lage, wollen Beschäftigte aber eins nicht sehen: Die Corona-Krise kann aktuell echte Chancen bieten - besonders dann, wenn man neue berufliche Herausforderungen sucht. Einige Unternehmen reagieren auf die Veränderungen, stellen neue Mitarbeiter:innen ein, digitalisieren Arbeitsprozesse oder schaffen neue Berufsprofile. Denn auch in Zeiten von Lockdown und Homeoffice dürfen wir am Ende eins nicht vergessen: Ein strategischer Jobwechsel ist immer besser, als wenn wir aus der Not heraus aktiv werden müssen.

Studie: Jede:r Zweite plant aktuell einen Jobwechsel

Wer denkt, dass er mit seinen Gedanken, den Job zu wechseln alleine ist, liegt vollkommen daneben. Tatsächlich spielen derzeit sehr viele Arbeitnehmer:innen mit der Idee ihren Job zu wechseln - und das mitten in der Corona-Krise. Eine aktuelle Umfrage des Jobwechsel-Kompass zeigt, dass 51% der Befragten einen Stellenwechsel planen. Besonders hoch ist der Wechselwunsch mit 57% bei den Frauen. Überraschend dabei ist, dass insgesamt 43% der Teilnehmer:innen ihre Chancen für einen Jobwechsel sehr optimistisch einschätzen. Allerdings geht dabei nur gut jede dritte Frau davon aus, gute Chancen bei einem Jobwechsel zu haben. Bei den Männern schätzt tatsächlich schon fast jeder Zweite seine Erfolgsaussichten positiv ein. Über die Gründe hierfür lässt sich nur spekulieren. Eine Erklärung liefert die Umfrage des Jobwechsel-Kompass nicht.

Auch langfristig ist ein Großteil der Befragten optimistisch. Viele gehen davon aus, dass sich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt bis Ende des Jahres schrittweise verbessern werden. In Zahlen ausgedrückt: 45% der Teilnehmer:innen glauben an eine Verbesserung der persönlichen Chancen innerhalb dieses Zeitraums - 41% der befragten Frauen und 49% der befragten Männer.

Job wechseln in der Corona-Krise? Umfrage der Königsteiner Gruppe. Ein Großteil der Befragten ist optimistisch und rechnet sich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt ein.

Es überrascht obendrein auch ein wenig, dass die Stimmung auf dem deutschen Arbeitsmarkt aktuell so positiv ist. Die Zeichen stehen auf Erholung, meint Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. Das erklärt, weshalb die Menschen auch in der Corona-Krise auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung sind. Das war zu Beginn der Pandemie so noch nicht abzusehen.

Macht ein Jobwechsel in der Corona-Krise für mich überhaupt Sinn?

Diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten. Ein Jobwechsel macht für alle Sinn, deren Arbeitsplätze unmittelbar von der Corona-Krise betroffen sind. Heißt also diejenigen, die in Kurzarbeit geschickt wurden, bei denen es Kündigungen hagelt oder diese bevorstehen. Das betrifft insbesondere die Menschen aus der Tourismus-, Kultur-, oder Reisebranche, aber auch die in der Gastronomie. Dort haben die Arbeitgeber:innen seit Monaten leere Auftragsbücher und Kassen. In diesen stark gebeutelten Branchen wird es nach vorläufigen Schätzungen lange dauern, bis wieder so etwas wie Alltag oder Normalität einkehrt. 

Umgekehrt macht ein Jobwechsel auch innerhalb von Branchen Sinn, die von der Corona-Pandemie profitiert haben wie der IT- und Finanzsektor. An dieser Stelle könnte eine berufliche Neuorientierung sogar besonders lukrativ sein. Einige Berufe sind derzeit sehr gefragt wie Spieleentwickler oder Cloud Architect.

Arbeitnehmer:innen, die in einem wirtschaftlich stabilen Job sind und deren Unternehmen von der Corona-Krise nicht oder kaum betroffen ist, sollten sich allerdings gut überlegen, ob ein Jobwechsel zum jetzigen Zeitpunkt Sinn macht. Schließlich würden sie gegebenenfalls eine feste bzw. unbefristete Stelle aufgeben. Gut wäre es in diesem Fall die beruflichen sowie privaten Vor- und Nachteile abzuwägen. Im übernächsten Kapitel helfen wir Ihnen dabei sich über Ihre Beweggründe klar zu werden. Vorab schon mal so viel: Unabhängig von Corona könnten unter anderem höheres Gehalt und Aufstiegsmöglichkeiten Gründe für einen Jobwechsel sein. Dagegen spricht ein möglicherweise längerer Arbeitsweg, ein neues Umfeld und der Einarbeitungsprozess. Insbesondere Letzteres dürfte sich durch die corona-bedingte Homeoffice-Situation schwieriger gestalten.

Tipps für die berufliche Neuorientierung während Corona

Ein Jobwechsel während Corona läuft grundsätzlich ähnlich ab wie außerhalb einer Krise. Der Unterschied ist, dass Sie sich viel intensiver mit dem Unternehmen auseinandersetzen müssen, in dem Sie starten möchten: 

  • Wie krisenfest ist das Unternehmen? 
  • Ist das Unternehmen wirtschaftlich gut aufgestellt?
  • Welche Bereiche könnten in einer nächsten Krise noch mal betroffen sein? 

Beispiel:

Die Reisebranche ist, wie zuvor bereits erwähnt, durch die Corona-Pandemie sehr stark betroffen. Deshalb ist die Sicherheit eines Jobs in diesem Bereich eher kritisch einzustufen. Wenn Ihre Stelle aktuell also auf wackeligen Beinen steht, sollten Sie nicht überstürzt wechseln. Es lohnt sich deshalb den potenziellen Arbeitgeber oder die potenzielle Arbeitgeberin vorher auch aus wirtschaftlicher Sicht zu bewerten.

Ein weiterer Punkt: Viele Stellenanzeigen sind bereits vor der Pandemie aufgegeben worden. Achten Sie deshalb darauf, ob der Job, der Sie interessiert, noch aktuell ist oder sich womöglich die Rahmenbedingungen geändert haben. Nicht alle Unternehmen aktualisieren ständig ihre Websites und Jobportale. Zu den veränderten Rahmenbedingungen könnte auch die Arbeit im Homeoffice zählen sowie die Nutzung neuer Tools und Prozesse, die die eigene Arbeit beeinflussen könnten. 

Neben Jobportalen oder Stellenanzeigen in Zeitungen können Suchende eine weitere Option nutzen, um den Jobwechsel in der Corona-Krise zu beschleunigen: Initiativbewerbungen. Denn nicht alle freien Stellen sind auch öffentlich sichtbar. Dieser sogenannte “verdeckte Arbeitsmarkt” bietet meist sogar bessere Chancen als die herkömmliche Suche nach neuen Jobs.

Wichtiger Tipp:

Wenn Sie tatsächlich den Job mitten in der Corona-Krise wechseln wollen, brauchen Sie viel Ausdauer und Geduld. Je nach Branche sind die verfügbaren Stellen sehr knapp. Hinzu kommt, dass auch jetzt im Sommer und Herbst wieder tausende Absolvent:innen auf den Arbeitsmarkt strömen werden. Daraus ergibt sich eine sehr schwierige bzw. komplexe Situation. Trotzdem kein Grund, um Trübsal zu blasen. Um die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Bewerbung zu erhöhen, braucht es nun ein noch größeres Engagement von Ihnen als zuvor. Was genau damit gemeint ist, zeigen wir Ihnen in den nächsten Abschnitten.

In der Corona-Krise hat sich noch eine weitere Sache geändert: Es ist nicht ratsam den Job zu kündigen, ohne eine neue Stelle in Aussicht zu haben. Auf diese Weise läuft man Gefahr, aus der Angst heraus Kompromisse mit dem neuen Chef oder der neuen Chefin zu schließen, die man unter anderen Umständen nicht eingehen würde. Noch besser wäre es in Pandemie-Zeiten, den neuen Arbeitsvertrag vor der Kündigung in den Händen zu halten. Die meisten Unternehmen stellen aufgrund der derzeitigen Situation sowieso schon deutlich weniger Leute ein. Die Anzahl gemeldeter offener Stellen sank laut der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2020 durchschnittlich um ca. 20% im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt, dass sich Arbeitgeber:innen bei Einstellungen auf das Nötigste beschränken. Hinzu kommt noch, dass die Konkurrenz nicht schläft. Ganz im Gegenteil: Sie ist viel wachsamer als zuvor.

Job wechseln oder nicht? Stellen gibt es zumindest. Die Bundesagentur für Arbeit hat die Anzahl gemeldeter offener Stellen in Deutschland veröffentlicht. Die Tabelle fast die Entwicklung zwischen 2019 und 2021 zusammen.

Jobwechsel: Bewerbung auf Corona-Stellen - das sollten Sie beachten!

Wenn Sie jetzt den Entschluss gefasst haben Ihren Job zu wechseln, sollten Sie ein paar Dinge beachten. Bei Bewerbungen auf sogenannte “Corona-Stellen” sollten Sie in Ihrem Lebenslauf und Ihrem Anschreiben die eigene Fähigkeit zum Krisenmanagement und zur Risikobewertung hervorheben. Solche Kompetenzen sind im Moment wichtiger denn je und könnten das entscheidende Kriterium für eine Zusage sein. Mit "Corona-Stellen" sind Jobs gemeint, die erst durch die Krise entstanden sind oder weiter ausgebaut wurden. Dazu zählen etwa das Datenerfassen im Testzentrum oder auch in der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen.

Kreative Köpfe und Optimist:innen sehen Corona tendenziell eher als Chance und nicht als Risiko. Denn der Großteil der Bewerber:innen ist an die neue Situation noch nicht angepasst. Deshalb können Sie mit Eigeninitiative, Selbstsicherheit und Überzeugungskraft einen großen Vorsprung gegenüber Ihren Mitbewerber:innen aufbauen. 

Doch bevor es losgeht, müssen Sie sich mit sich selbst und Ihrem Wunsch nach einem Jobwechsel auseinandersetzen.

1. Klären Sie Ihre Beweggründe:

Bevor Sie sich auf die Suche machen oder anfangen Ihre Unterlagen zusammen zu suchen, sollten Sie zunächst eine wichtige Frage klären: Woher kommt der Wunsch nach einem Jobwechsel wirklich? Liegt es daran, dass Sie durch Corona seit Monaten in Kurzarbeit sind? Macht Ihnen das Homeoffice zu schaffen? Oder sind Sie generell unzufrieden in Ihrem Job und haben es erst jetzt durch die aktuelle Krise gemerkt? Gegenwärtig gibt es zwei Gruppen: diejenigen, die den Job wegen Corona wechseln müssen, weil ihnen etwa durch eine Kündigung nichts anderes mehr übrig bleibt. Es gibt aber auch die, die einen Jobwechsel wirklich wollen. 

Falls Sie sich nun über Ihre Beweggründe bewusst sind, versuchen Sie positiv zu bleiben und zu formulieren, was Sie sich von Ihrem neuen Job erhoffen: Was erwarten Sie von Ihrem künftigen Arbeitgeber bzw. der künftigen Arbeitgeberin? Welche Aufgaben brauchen Sie, um kreativ zu sein und über sich hinauswachsen zu können? Diese Fragen ehrlich zu beantworten, ist entscheidend - bei jedem Jobwechsel. Sonst laufen Sie Gefahr wieder in eine ähnliche Situation zu geraten. Daraus könnte sich im schlimmsten Fall ein Teufelskreis entwickeln.

2. Aktualisieren Sie Ihre Unterlagen

Haben Sie den Entschluss gefasst, den Job zu wechseln? Gut. Haben Sie den passenden Job für sich gefunden? Noch besser. Als nächstes setzen Sie sich daran, Ihren Lebenslauf zu aktualisieren.


Schauen Sie zuallererst auf Ihr Bewerbungsfoto. Wichtiger Hinweis an der Stelle: Ihr Bewerbungsfoto sollte nicht älter als zwei Jahre sein. Der nächste Blick geht in Richtung Layout. Falls Ihre letzte Bewerbung doch etwas länger zurückliegt, dann wäre es jetzt an der Zeit das Layout aufzufrischen. Ein neues Foto und ein neues Layout lassen Ihre Bewerbung später viel interessanter erscheinen und aus der Masse herausstechen. 

Jetzt schauen Sie auf die Inhalte: Ist alles soweit aktuell? Haben Sie in den letzten Wochen, Monaten oder Jahren vielleicht Seminare besucht oder an Fortbildungen teilgenommen? Wenn Sie Zertifikate haben, ergänzen Sie damit Ihren Lebenslauf. 

Muster-Lebenslauf Max Mustermann powered by Elliott Browne.

Am Ende muss Ihre Bewerbung aus einem Guss geschrieben sein. Anschreiben und Lebenslauf sollten demselben Konzept folgen, ein ähnliches Layout haben und natürlich dieselbe Schriftart und Schriftgröße.

Tipp: Suchen Sie eine Mustervorlage für den Lebenslauf? Wir bieten Kandidat:innen eine kostenlose Version an. Die können Sie dann nach Belieben überarbeiten und ergänzen.

3. Lassen Sie sich Feedback geben

Der Jobwechsel mitten in der Corona-Pandemie verunsichert einige sowieso schon. Um auf Nummer sicher zu gehen, lassen Sie jemanden über Ihre Bewerbung gucken. Das Vier-Augen-Prinzip hat sich schon immer bewährt. Doch nicht nur das Korrekturlesen der Bewerbung ist wichtig. Versuchen Sie gemeinsam mit jemand anderem auch Ihre Stärken und Schwächen besser einzuschätzen. Jede:r kennt es: Die eigene Selbsteinschätzung ist häufig ein blinder Fleck. Deshalb drehen Sie den Spieß doch mal um: Wo sehen Sie andere beruflich? Was können Sie generell besonders gut, was weniger? Das wird auch später im Bewerbungsgespräch äußerst wichtig für Sie. Deshalb ist es besser, sich früh genug darüber Gedanken zu machen.

Wollen Sie Ihren Job wechseln und sind gerade auf der Suche nach passenden Stellen?

Wir sind Expert:innen in der professionellen Beratung und Vermittlung von Fach- und Führungskräften im IT- und Finanzsektor. Von Beginn an unterstützen wir wechselbereite Kandidat:innen bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung und begleiten sie persönlich im gesamten  Bewerbungsprozess. Von der Suche nach passenden Stellen, über die Vermittlung von Gesprächen mit potenziellen Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen bis hin zur Unterstützung bei der Vertragsverhandlung. Sogar nach erfolgreicher Einstellung betreuen wir Kandidat:innen noch in der Probezeit, um sicherzustellen, dass der neue Job auch Ihren Wünschen entspricht. Dabei fungieren wir als neutrales Bindeglied zwischen Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in mit dem Ziel eine nachhaltig erfolgreiche Stellenbesetzung zu gewährleisten.

Melden Sie sich direkt bei unseren jeweiligen Teams von THE BIG 4 (Finanzen und Beratung) oder Elliott Browne (IT und Tech). Vielleicht steht schon bald ein interessanter Jobwechsel für Sie an. Wir freuen uns auf Sie!

4. Bilden Sie sich weiter

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Stärken und Schwächen kennen und einschätzen können: Die Corona-Krise bietet die perfekte Gelegenheit, um sich weiterzubilden. Wer in Kurzarbeit ist, freigestellt wurde oder unglücklicherweise seinen Job verloren hat, sollte nicht den Kopf in den Sand stecken und die Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Es gibt verschiedene (zum Teil kostenlose) Weiterbildungsmöglichkeiten in unzähligen Bereichen: Online-Marketing, Projektmanagement oder Finanzberatung. Viele Menschen bilden sich derzeit vor allem digital fort. Das Angebot an Online-Kursen ist gewaltig. Halten Sie die Augen auf und ergreifen Sie die Initiative. Am Ende ist das ein weiterer Pluspunkt, der auf Ihr Konto geht: Sie signalisieren Ihrem künftigen Arbeitgeber bzw. Ihrer künftigen Arbeitgeberin, dass Sie nicht untätig herumsitzen und die Hände in den Schoß legen, sondern die Gelegenheit beim Schopf packen und aktiv in sich und Ihre Zukunft investieren.

Fazit: Jobwechsel in der Corona-Krise - ja oder nein?

Obwohl die Corona-Krise zweifellos eine große Herausforderung für Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen darstellt, muss die Karriere nicht zwangsläufig auch so stagnieren wie zwischenzeitlich die Wirtschaft. Die Krise hat auch ihre guten Seiten: Sie bietet Bewerber:innen neue Perspektiven und Chancen, sich zu beweisen und Unternehmen von den eigenen Qualifikationen zu überzeugen. Das betrifft auch ältere Bewerber:innen, die sich aufgrund der aktuellen Lage große Sorgen machen. Trotzdem darf man die Tatsache nicht ignorieren, dass ein Jobwechsel während und wegen Corona herausfordernder sein kann, als außerhalb der Krise. 

Sofern Sie Ihren Wechselwunsch gut begründen können und eine gewisse Sicherheit haben, spricht grundsätzlich nichts gegen eine neue berufliche Herausforderung während Corona. Gehen Sie in Pandemie-Zeiten trotzdem strukturiert und planmäßig vor. Bleiben Sie während des gesamten Bewerbungsprozesses ruhig und geduldig. Seien Sie außerdem sorgfältig, wenn Sie Ihre Bewerbung vorbereiten und machen Sie sich gründlich Gedanken über den nächsten Schritt. Eine Kurzschlussreaktion sollten Sie jetzt nicht starten. Spielen Sie alle Optionen durch und begründen Sie zunächst für sich Ihre Entscheidung. Am Ende müssen Sie es dann schaffen, Ihre:n künftige:n Arbeitgeber:in am besten von sich zu überzeugen. Dann klappt der Jobwechsel auch in und möglicherweise sogar dank der Corona-Krise.

Eine junge Frau sitzt mit dem Rücken zu uns. Sie führt mit einem Mann per Video ein Bewerbungsgespräch auf dem Laptop. Links neben ihr liegen seine Bewerbungsunterlagen. Eine klassische Situation in Corona-Zeiten.

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