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Studie zu IT-Trends 2021: Corona und die Zukunft

Abstrakter High-Tech-Digitaltechnik-Hintergrund aus Partikeln und Metallplatten. Die Beraterfirma Capgemini hat sich mit den wichtigsten IT-Trends für 2021 und darüber hinaus beschäftigt. Es geht um Cloud, Automatisierung und den Generationenwechsel in den Unternehmen.

Die Corona-Pandemie hat die Menschen weltweit mächtig gefordert. Speziell Unternehmen und Behörden mussten kurzfristig und schnell reagieren: Arbeit reorganisieren, Verkaufs- und Service-Prozesse umstellen und IT-Budgets neu verteilen. Die meisten nehmen die Krise nun zum Anlass, um die Digitalisierung voranzutreiben. Dabei geht es um vielmehr als nur Homeoffice und virtuelle Treffen. Es geht auch um digitale Bestellungen, automatisierten Service, intelligente Fabriken, Datenaustausch oder das smarte Management von Lieferketten. Das erhöht wiederum auch die Anforderungen an die Sicherheit. Wie gehen Führungskräfte damit um? Was sagen IT-Manager:innen zu Datensouveränität oder der Regulierung intelligenter Technologien? Die Beraterfirma Capgemini liefert in einer Studie zu IT-Trends 2021 Antworten auf diese Fragen.

Technologie-Ausgaben und Ziele in Corona-Zeiten

Im März 2020 gab es den ersten coronabedingten Lockdown in Deutschland. Die Folgen für die Wirtschaft waren dramatisch: Mitarbeiter:innen wurden in Kurzarbeit geschickt, Firmen teilweise geschlossen und Lieferketten unterbrochen. Der deutsche Aktienindex DAX rutschte erstmals seit Sommer 2016 wieder unter 10.000 Punkte. Erst im Herbst hebte sich die Laune etwas: Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg kontinuierlich wieder an und erreichte im Oktober fast sein Vorjahresniveau. Kurz danach stiegen allerdings wieder die Infektionszahlen in Deutschland und weltweit - die Stimmung trübte sich, die Konjuntkuraussichen waren ziemlich unsicher.

In so einer Zeit waren starke Budget-Kürzungen im IT-Bereich zu erwarten. Doch die Corona-Pandemie hat sich - anders als erwartet - nur bedingt negativ auf die IT-Budgets 2021 ausgewirkt. Knapp 15% der Befragten der Capgemini-Studie haben ihre Ausgaben reduziert, ähnlich viele wie im Vorjahr. Die Kürzungen fallen allerdings deutlich höher aus als zuvor. Bei gut 27% bleiben die IT-Budgets für 2021 auf dem Vorjahresniveau. Rund 48% investieren in diesem Jahr mehr Geld in die IT - im Vorjahr hatten noch 63% das Budget erhöht.

IT-Trends 2021 von Capgemini. In der Studie wurde danach gefragt, wie sich das gesamte IT-Budget eines Unternehmens in den folgenden Jahren im Vergleich zum Budget 2020 verändern wird.

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen steckt das Geld in diesem Jahr in den Ausbau der Digitalisierung. 87% der Firmen investieren darin. Ein Grund dafür: Während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass vor allem solche Unternehmen ihren Umsatz halten können, deren Mitarbeiter:innen im Homeoffice arbeiten, Dienstleistungen kontaktlos erbringen oder online verkaufen können.  Darüber hinaus planen 55% der Befragten ihre Projekte neu. Denn während der Corona-Krise kam es zu Lieferengpässen bei Wartungs- und Entwicklungs-Services - sowohl bei Lieferanten aus dem eigenen Land als auch bei Providern aus Europa, den USA und Asien. Wobei europäische Anbieter:innen weniger Ausfälle hatten: Im Schnitt kam es bei 45% der Studienteilnehmer:innen zu Lieferengpässen. Mit Services aus Asien gab es demnach die geringsten Probleme und bei den amerikanischen Providern lag die Herausforderung vielmehr bei den monatelang hohen Infektionszahlen und weniger an technischen oder organisatorischen Problemen.

Rund 42% haben den Start von IT-Vorhaben in die Zukunft verschoben. Gut ein Viertel stoppte laufende Projekte. Zum einen, um die Ausgaben zu senken und zum anderen, um dringende Maßnahmen umsetzen zu können. Rund 18% haben Projekte vorgezogen. Davon soll allerdings fast ein Drittel in diesem Jahr gestoppt und nicht beendet werden. Während der Umsetzung wurden sie offenbar nochmal neu bewertet. 

Außerdem fließen laut den Befragten im Schnitt knapp 47% aller IT-Ausgaben in den Erhalt von Systemen. Tatsächlich ist dieser Wert seit der letzten Erhebung im Jahr 2018 leicht gestiegen. Großkonzerne haben in diesem Bereich die niedrigsten Kosten - der Mittelstand die höchsten. Das liegt laut den Autor:innen der Studie daran, dass der Mittelstand anteilig weniger Services aus Anbieter-Clouds bezieht und dadurch möglicherweise höhere Fixkosten und weniger Möglichkeiten hat, Services nach Bedarf zu nutzen.

In der Studie von Capgemini zu IT-Trends wurden die Unternehmen auch gefragt, ob sie Projekte in der Corona-Pandemie umsetzen konnten bzw. wie viele davon.
In der Studie von Capgemini zu IT-Trends wurden die Unternehmen auch gefragt, ob sie Projekte in der Corona-Pandemie umsetzen konnten bzw. wie viele davon.

Für Modernisierungen geben CIOs etwa 27% ihres Budgets aus, für Entwicklung und Umsetzung von Innovationen rund 26%. Diese Werte liegen ungefähr auf dem Niveau von 2018. Das Verhältnis von Ausgaben für Bestehendes und Neues hat sich also in den letzten Jahren durchschnittlich kaum verändert - und das obwohl die IT-Budgets fast permanent gestiegen sind.

IT-Organisation und Betrieb

Im IT-Sektor gibt es schon seit längerer Zeit einen Fachkräftemangel. Corona hat diesen Trend aber nicht allzu stark beschleunigt. In den letzten zwölf Monaten ist der Fachkräftemangel in Deutschland nur moderat gestiegen, heißt es in der Studie von Capgemini. Die beteiligten Unternehmen gehen aber davon aus, dass er in den nächsten beiden Jahren stetig zunehmen wird. Demnach werden in den kommenden zehn Jahren durchschnittlich knapp 21% der Arbeitskräfte in den Ruhestand gehen. Die meisten Studienteilnehmer:innen glauben jedoch nicht, dass sich das negativ auf ihren jeweiligen Verantwortungsbereich auswirken wird. Große Unternehmen erwarten dabei weniger Probleme als kleinere Betriebe. Konzerne gehen letztlich häufiger davon aus, dass die Fähigkeiten dieser Mitarbeiter:innen nicht ersetzt werden müssen - vor allem bei IT-Mitarbeiter:innen. 

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Um das Know-How der Fachkräfte, die in den Ruhestand gehen, trotzdem zu erhalten, nutzt fast die Hälfte der Befragten Wissensmanagement-Systeme - mehr als jeder Vierte integriert das Know-How in Softwarelösungen. Eine weitere gute Nachricht: Die Nutzung intelligenter Technologien ist laut der Studie zu IT-Trends in den letzten zwölf Monaten leicht gestiegen. Dieser Effekt ist hauptsächlich auf kleinere Unternehmen zurückzuführen. Sie haben ihre Aktivitäten im letzten Jahr etwas ausgebaut. Allerdings gehören nur 8% dieser Unternehmen zu den intensiven Nutzern intelligenter Technologien. Von den Top 50 und Top 100-Unternehmen in Deutschland sind es hingegen gut 24%. 

CIOs sind immer noch sehr kritisch, was den Erfolg mit dem Einsatz intelligenter Technologien betrifft - deutlich kritischer als ihre Kolleg:innen aus dem Business. Wobei deren Euphorie inzwischen etwas abgeflaut ist und deren Einschätzungen sich der Bewertung der CIOs annähern. Das sei laut der Studie eine gute Grundlage, um gemeinsam erfolgreich Projekte umzusetzen.

Regulierung und externe Kontrollen

Um bei den intelligenten Technologien zu bleiben: Die Diskussion um ethische Standards in diesem Bereich wird seit Jahren teils hitzig geführt. Tatsächlich lehnten die meisten Studienteilnehmer:innen im letzten Jahr staatliche oder externe Kontrollen diesbezüglich ab. Sie bevorzugten stattdessen Selbstverpflichtungen. Das hat sich mittlerweile geändert: Zwar sind immer noch nicht alle davon überzeugt, dass der Staat die Einsatzbereich von KI (Künstliche Intelligenz) regulieren soll, aber es sind immerhin etwas mehr als im Vorjahr. Offenbar versprechen sie sich von solchen Vorgaben mehr Sicherheit, eine einheitliche Wettbewerbssituation und höhere Akzeptanz in der Öffentlichkeit. 

Die Sensibilität in Bezug auf Datensouveränität ist ebenfalls etwas gestiegen. Jetzt befürworten mehr Studienteilnehmer:innen als im Vorjahr den Betrieb von KI-Systemen auf europäische oder unternehmenseigene Clouds zu begrenzen. Allerdings ist die Zustimmung hinsichtlich einiger anderer Maßnahmen gesunken - etwa die Zustimmung zur Dokumentation der Entscheidungen der KI, die Aufbewahrungspflicht der Algorithmen, die Offenlegungspflicht für Trainingsdaten und Algorithmen sowie die Überprüfung der Trainingsdaten im Hinblick auf Diskriminierung. Außerdem wollen nun weniger Teilnehmer:innen intern Richtlinien für den ethischen Umgang mit intelligenten Technologien erarbeiten.

Cloud und Daten

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Die Verbreitung von Datenplattformen steigt. Mehr als zwei Drittel der Befragten betreiben eine Plattform und stufen sie im Normalfall auch als strategische Komponente ihrer IT-Infrastruktur ein, heißt es. Konzerne sind dabei deutlich besser aufgestellt als der Mittelstand, da der Betrieb solcher Datenplattformen komplex ist und deren Implementierung teuer. Durch die wachsende Akzeptanz und die schnelle Verbreitung solcher Plattformen steigt auch der Datenaustausch entlang der eigenen Lieferkette, mit Behörden und mit Wettbewerber:innen oder anderen Externen. Dieser Trend hat vor allem im letzten Jahr deutlich zugenommen. 

In der IT-Studie zu Trends 2021 ist eine weitere Frage: Wie erfolgreich ist der Einsatz intelligenter Technologien Ihrer Meinung nach in Ihrem Unternehmen?

Inzwischen kommen sogar mehr als die Hälfte aller IT-Services in Deutschland aus Anbieter-Clouds. Der größere Teil - rund 28% - wird von außereuropäischen Anbietern bereitgestellt. Diese könnten ihren Vorsprung in den kommenden Jahren etwas verlieren - denn knapp 45% der Nutzer:innen dieser Cloud-Services wollen in den nächsten Jahren ihre Kapazitäten in Europa aufstocken. Dabei geht es ihnen in erster Linie darum, europäische Datenstandards einzuhalten und ihre Datensouveränität zu erhöhen.

IT-Trends 2021. Die Studie von Capgemini listet die Trends und Entwicklungen auf, die eine hohe bzw. eine niedrige Bedeutung für die Unternehmen haben.

Sicherheitstrends

Production Safety und Production Security

Vernetzte Maschinen, automatische Produktionsprozesse und die Verarbeitung kritischer Daten vor Ort oder in der Cloud erhöhen die Komplexität von Produktionssystemen und ihre Anfälligkeit für Systemfehler oder -ausfälle. Hinzu kommt die wachsende Zahl von Cyberangriffen auf Industrieunternehmen. Das alles hat dazu geführt, dass die Bedeutung von Production Safety und Production Security in den letzten 12 Monaten deutlich gestiegen ist. Ein häufig auftretender Schwachpunkt sind allerdings veraltete Betriebssysteme, die nicht mehr gewartet werden. Deshalb wird CIOs dieses Thema voraussichtlich noch einige Jahre beschäftigen.

Schutz vor Bedrohungen durch Internet-der-Dinge-(IoT-)fähige Geräte

Auch die Sicherheit IoT-fähiger Geräte rückt stärker in den Fokus von CIOs. Dabei geht es besonders um Kühlschränke im Aufenthaltsraum, Aquarien oder Displays in der Eingangshalle.  Sollten diese Geräte IoT-fähig sein, macht sich das Unternehmen genauso verwundbar für Cyberangriffe. 

Um das zu verhindern, können Anwender:innen mit relativ einfachen Maßnahmen die Sicherheit deutlich erhöhen - indem sie etwa die Standard-Anmeldeinformationen oder den Zugriff auf IoT-Geräte aus externen Netzwerken beschränken. 

Behavioural Analytics: Datenschutz setzt enge Grenzen

Indem man das Verhalten von Mitarbeitenden und der Kundschaft analysiert, hat man die Möglichkeit Angreifer:innen zu erkennen. Dazu werden in der Regel spezielle Algorithmen und Machine-Learning-Verfahren eingesetzt. Sie ermitteln typische und untypische Verhaltensweisen und können anhand dieser Muster erkennen, ob es sich um eine legitime Nutzung oder einen Angriff handelt.

Das Interesse an Behavioural Analytics ist in den letzten 12 Monaten gesunken, da die Datenschutzgrundverordnung seit einigen Jahren enge Grenzen für Verhaltensanalysen von Anwender:innen setzt und Betriebs- sowie Personalvertretungen solche Maßnahmen häufig ablehnen.

Datentrends

Realtime Intelligence: Neue Anwendungsfälle treiben die Umsetzung

In der heutigen Welt stehen immer mehr Daten in Echtzeit zur Verfügung. Sie können für neue Anwendungsfälle in der Industrie, bei Energieversorgern, im Handel und bei Telekommunikations- und Medienanbieter:innen  genutzt werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Produktionsabläufe in Echtzeit steuern oder Preise kurzfristig an den Markt anpassen. Um solche Möglichkeiten zu nutzen, werden im laufenden Jahr knapp 17% der Befragten Realtime-Intelligence-Lösungen einführen, 26% haben zumindest Projekte geplant.

Cloud-Business-Intelligence: Anbieter-Services erleichtern den Einsatz

Nur gut jede achte Organisation nutzt Business Intelligence (BI) aus der Cloud - mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Dabei setzen vor allem internationale Konzerne auf Cloud-BI, da sie ihre Lösungen agil und flexibel über Ländergrenzen hinweg nutzen wollen und mit Hilfe einer Cloud-Lösung nicht nur die Kosten senken, sondern auch das Reporting standardisieren können. Besonders interessant ist Cloud-BI für die Automobilbranche und Versorger:innen. Banken und Versicherungen halten sich wegen strenger Datenschutzvorgaben stark zurück.

Die IT-Unternehmen in Deutschland befinden sich bei intelligenten Technologien in unterschiedlichen Stadien. Capgemini fasst die Ergebnisse tabellarisch zusammen.

Trends Anwendungen

DevOps: Jede Organisation muss ihren eigenen Weg finden

Der DevOps-Ansatz sieht vor, dass eine einzelne verantwortliche Person aus einer Fachabteilung als Product Owner das Entwicklungsprojekt verantwortet. Fehlt dieser Person die entsprechende Entscheidungskompetenz, kann das DevOps-Projekt scheitern. Das ist vor allem für dezentral aufgestellte Organisationen ein Problem, da sie sich auf eine Person einigen müssen, die den Prozess zentral steuert. 

Deshalb muss jede Organisation ihren eigenen Weg finden - entweder über den Aufbau einer zentralen Software-Plattform, die Beschränkung der Umsetzung auf die IT-Abteilung oder die Einführung in kleinen Schritten, was mehrere Jahre dauern kann. Der Umstieg auf DevOps - so sagen es die Studienautor:innen - ist am Ende unvermeidbar, um Release-Zyklen zu verkürzen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Interaktionstrends

Mobile Wallet: Interesse ebbt wieder ab

Mit einer Mobile Wallet können Nutzer:innen bezahlen, Coupons und Tickets verwalten oder sich ausweisen und Autorisierung verwalten, um Zugang zu Gebäuden oder Räumen zu erhalten. Das Problem: In Deutschland wird immer noch viel lieber mit Bargeld gezahlt - obwohl bargeldloses Bezahlen in Pandemie-Zeiten etwas zugenommen hat. 

Alle anderen Funktionen einer Mobile Wallet, wie das Verwalten von Tickets und Coupons oder die Ausweisfunktion, wurden bisher kaum genutzt. Die Akzeptanz dieser Technologie steigt in Deutschland nur sehr langsam, deshalb ist auch das wirtschaftliche Interesse mittlerweile wieder etwas abgeflaut. 

Chatbots und Sprachsteuerung: Datenschutz und potenzieller Kontrollverlust bremsen Verbreitung

Chatbots werden in vielen Branchen eingesetzt, um die kundenseitige Kommunikation effizienter zu gestalten und Dialoge zu automatisieren. Sprachsteuerung ist inzwischen in vielen Geräten integriert, allerdings sind die Bedenken von Verbraucher:innen wegen des Datenschutzes recht hoch. 

Der Einsatz von Sprachassistenten bietet aber auch in vielen anderen Bereichen Potenzial - beispielsweise für die Effizienzsteigerung von Lager- und Logistikprozessen oder als Unterstützung während der Ausführung manueller Tätigkeiten. Derzeit nutzen nur knapp 19% der Teilnehmenden Chatbots und Sprachsteuerung. Fast 20% haben ein Projekt dazu in der Planung. 

Virtual & Augmented Reality: Standards und Einsatzszenarien fehlen

In Deutschland spielen Virtual und Augmented Reality für Endverbraucher:innen kaum eine Rolle - anders als in den USA oder China. Die virtuelle und erweiterte Realität wird eher von Unternehmen einzelner Branchen für spezifische Anwendungen genutzt - etwa in der Ausbildung oder für Wartungs- und Reparaturarbeiten. VR- und AR-Technologien sind nicht nur gut geeignet, Prozesse und Abläufe effizienter zu gestalten - sondern auch die Art und Weise, wie Menschen zusammenarbeiten. 

Trends intelligenter Technologien

Virtual Assistants: Dasein in der Nische 

Virtuelle Assistenten können kleinere Aufgaben erledigen wie beispielsweise Support-Tickets anlegen, Adressen ändern, Kundengespräche unterstützen oder Passwörter zurücksetzen. Sie werden aber derzeit kaum genutzt - außer von der Automobilbranche und der öffentlichen Verwaltung. Die Entwicklung solcher Assistenten lohnt sich nur, wenn es genügend potenzielle Nutzer:innen gibt. Deshalb sind sie derzeit für die meisten Organisationen uninteressant. 

Fazit: IT, Corona und die Zukunft

Früher wurden in Krisenzeiten die IT-Budgets herunter­gefahren. Inzwischen hat sich der Trend gedreht: Unternehmen investieren in Technologie, um ihr Geschäft zu stärken. Die IT-Branche befindet sich in einem konstanten Wandel mit immer neuen Technologien, Anforderungen und Herausforderungen. Unternehmen müssen das Know-How ihrer Fachkräfte bündeln, um zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig läuft die Zeit davon - der Fachkräftemangel wächst moderat weiter. Der einzige Ausweg: Nachwuchskräfte mobilisieren und IT-Fachkräfte rekrutieren.

Interviewsituation zum Thema: Vorurteile und Realität - Einblick in die Welt der Headhunter. Foto (v.l.n.r. Content Marketing Editor Zoi Tasovali, Alexander Ripkens von Elliott Browne und Kai Goxer von THE BIG 4).

Interview: Vorurteile und Realität - Einblicke in die Welt der Headhunter

Personalvermittlung, Recruiting, Headhunting: Es gibt viele Vorurteile gegenüber diesem Beruf. Im Interview mit den beiden Personalvermittlern Alexander Ripkens und Kai Goxers schaffen wir nun Klarheit.

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