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Gehaltssteigerung bei Jobwechsel: So viel mehr ist drin!

Geschäftsmann beruht einen Button mit dem Euro-Zeichen drin. Drumherum sind viele weitere Button mit Prozentzeichen. Eine Gehaltssteigerung bei Jobwechsel ist für Beschäftigte immer möglich - so viel mehr ist tatsächlich drin!

Neuer Job, neues Gehalt: Beschäftigte können bei einem Jobwechsel eine deutliche Gehaltssteigerung rausholen. Natürlich hängt die Höhe des Gehaltssprungs von vielen Faktoren ab. Im Schnitt sollten aber fünf Prozent mehr drin sein - und so klappt es!

Umfrage: Zu wenig Gehalt ist Hauptgrund für Arbeitsplatzwechsel

“Aus welchem Grund würden Sie Ihren Job wechseln?” Die Antwortet lautet meist: Schlechte Bezahlung! Das ist das Ergebnis einer Forsa-Online-Umfrage im Auftrag des Social-Business Netzwerks Xing. Über 3.000 Beschäftigte in Deutschland wurden hierfür befragt. 

Eine Forsa-Online-Umfrage im Auftrag von Xing aus dem Jahr 2020 zeigt: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten würden für mehr Gehalt den Job wechseln.

Ein Drittel der Befragten würde dagegen eher aufgrund monotoner bzw. langweiliger Tätigkeiten im Job wechseln.

Gehaltssteigerung bei Jobwechsel: Spanne reicht bis zu 20%

Zwei Drittel der Arbeitnehmer:innen in Deutschland würden ihren Job nur dann wechseln, wenn sie mindestens 11% mehr Gehalt bekommen. Das zeigt eine Yougov-Umfrage im Auftrag der Jobplattform Indeed. Im Schnitt sind 5% mehr Gehalt drin - die Spanne reicht aber von 3 bis 20%. Die Höhe des Gehaltssprungs hängt letztlich von vielen Faktoren ab: Alter, Branche, Beruf und vom bisherigen Gehalt.

Auch die eigene Qualifikation spielt eine Rolle. Es gilt: Je besser ausgebildet bzw. je höher qualifiziert und spezialisiert Sie sind, desto mehr verdienen Sie. In großen, internationalen Konzernen liegen die Gehälter außerdem meist höher als in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Ab 500 Mitarbeiter:innen sind laut einer Studie durchaus bis zu 50% mehr Gehalt gegenüber dem Branchendurchschnitt drin. Doch nicht nur die Größe des Unternehmens ist wichtig, sondern auch die Lage. In der Stadt und anderen Ballungsgebieten wird mehr bezahlt als auf dem Land oder in strukturschwachen Regionen. Eine Übersicht hierzu liefert der aktuelle Gehaltsreport.

Hinweis:

Die Gehaltssteigerung berechnet man in Prozenten. Sie brauchen dafür das Basisgehalt. Liegt es über dem Marktdurchschnitt, dürfte es schwer werden, einen großen Gehaltssprung rauszuschlagen. Ist es unterdurchschnittlich, könnte die Gehaltserhöhung weitaus höher ausfallen.

Mehr Geld im neuen Job: So klappt es!

Unmöglich ist bei Gehaltsverhandlungen nichts. Sie können selbst einen großen Beitrag zum Erfolg leisten. Dafür müssen Sie folgende Punkte beachten:

Vorab-Recherche ist ein Muss

Wurden Sie zum Bewerbungsgespräch eingeladen? Sehr gut! Ganz sicher wird es um Ihre konkreten Gehaltsvorstellungen gehen. Um mehr Geld in der Lohntüte zu haben als bisher, müssen Sie gut verhandeln. Recherchieren Sie dafür zuerst Ihren aktuellen Marktwert. Nur so können Sie später dem neuen Chef signalisieren: “Ich komme mit einem berechtigten Anliegen und weiß, was ich wert bin.” 

Ein großer Gehaltssprung sollte aber nie im Vordergrund Ihrer Argumentation stehen. Wenn Sie den Job wollen, sollte Ihre Haltung immer sein: Sie wollen den Job bei dieser Firma wegen der Herausforderung und den tollen Perspektiven. Nicht wegen des Geldes! Arbeitgeber:innen suchen schließlich intrinsisch motivierte Teamplayer.

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Machen Sie das Eröffnungsangebot

Sie sollten im Bewerbungsgespräch die Initiative ergreifen. Machen Sie das Eröffnungsangebot - und das immer etwas höher, sodass Ihnen Verhandlungsspielraum bleibt. Was dabei psychologisch wirkt, ist der sogenannte Anker-Effekt. Es lässt sich nachweisen: Wer das Startangebot macht, landet am Ende näher an seinem Ziel. 

Wichtiger Hinweis: Verhandelt wird immer das Brutto-Jahresgehalt - samt Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, mögliche Prämie sowie sonstige Sonderleistungen. Seien Sie so genau wie möglich und klären Sie einzelne Punkte ab.

Nennen Sie eine konkrete Zahl

Lieber “63.550€” statt “60.000€” Jahresgehalt. Die krumme Zahl signalisiert Ihrem Gegenüber, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben und ganz genau wissen, was Sie wert sind. Es gibt aber noch einen weiteren Effekt: Wer sein Jahresgehalt in glatten Tausenderzahlen angibt (40.000€, 50.000€, 60.000€…) wird beim anschließenden Gehaltspoker eher in Tausenderschritten gedrückt. Wer dagegen eine krumme Zahl nennt, macht es dem Verhandlungspartner oder der Verhandlungspartnerin schwerer, den Preis zu drücken.

Seien Sie selbstbewusst

Viele Jobwechsler:innen, insbesondere Frauen, starten Ihre Gehaltsverhandlung viel zu schüchtern. Natürlich sollten Sie nicht unverschämt werden. Der Ton muss freundlich und professionell bleiben, aber Sie sollten auch nicht um mehr Gehalt bitten. 

Liegt das Gehaltsangebot deutlich unter Ihren eigenen Vorstellungen? Rückzug! Wenn Sie jetzt akzeptieren, machen Sie sich unglaubwürdig. Sagen Sie daher ruhig, dass das deutlich unter Ihren Vorstellungen liegt und dass Sie Bedenkzeit brauchen. 

Niemals über das Gehalt lügen

Wenn Sie bislang zu wenig verdient haben, dann kommunizieren Sie das offen. Sie sollten aber auch belegen können, warum Sie Ihr bisheriges Gehalt für ungerechtfertigt empfinden.
Zum Beispiel: 

“Ich würde mein bisheriges Gehalt nur ungern als Vergleichswert zugrunde legen. Es handelte sich um mein Einstiegsgehalt. Damals habe ich die üblichen Marktwerte nicht recherchiert, schlecht verhandelt und mich deutlich unter Wert verkauft. Heute verfüge ich über wesentlich mehr Erfahrung und halte ein Gehalt in Höhe von soundsoviel Euro pro Jahr für angemessen.”

Alles in allem lässt sich eine Gehaltssteigerung nicht pauschal vorhersagen. Es spielen sehr viele Faktoren eine Rolle. Eine gründliche Recherche ist dennoch ein Muss. Informieren Sie sich vorab ausführlich über den künftigen Arbeitgeber bzw. die künftige Arbeitgeberin, Ihr neues Tätigkeitsprofil, die Branche und mögliche Gehaltsspannen.

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Gehaltsreport 2021: In diesen Jobs gibt es das meiste Geld!

In Deutschland redet man ungerne über das Gehalt. Die Online-Jobbörse Stepstone versucht da mehr Transparenz zu schaffen. Zum 10. Mal ist nun der Gehaltsreport veröffentlicht worden - mit überraschenden Ergebnissen.

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